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AUTOR/IN

Dr. U.Becker/
   T. Dietmann
Jahresbericht zur HV 2016
 C. Schoeps Jahreshauptversammlung 2015 des vds-Landerverbandes Berlin

 

Jahresabschlussbericht zur Hauptversammlung 2016 des vds Landesverbandes Berlin

Die inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird zunehmend zur Realität in Berliner Schulen. Eine Ausnahme stellt die inklusive Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung dar. Die Nachfrage nach Schulplätzen in den Förderzentren gE steigt stetig an. Die Raumkapazitäten dieser Schulen reichen trotz Neubauten nicht aus. Dies ist nicht nur ein Trend in Berlin, sondern diese Tendenz ist bundesweit zu beobachten. Die Ursachen für diesen Trend liegen sicher vor allem darin begründet, dass die Eltern durch die Förderzentren mehr Entlastung im Alltag erfahren als dies bei den inklusiven Schulen bisher der Fall ist. Hinzu kommt, dass die Anzahl der SuS, die dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung zugeordnet werden, insgesamt stark angestiegen ist.

Als Landesvorstand Berlin haben wir mit einem Schreiben an die Senatsschulverwaltung vom 23.4.2016 zur Ausstattung der Förderzentren gE auf die aktuelle Situation reagiert und dort Fragen und Anforderungen zur Raumausstattung, der Schulsozialarbeit und den Vertretungsregelungen für Pflegekräfte formuliert. Unser Dank gilt Eva Burmeister, die in diesem Prozess federführend war. Das Antwortschreiben von Senatorin Scheeres macht deutlich, dass das Problem inzwischen gesehen wird, aber leider fehlt in dem Schreiben eine Zeitplanung für die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der schulischen Situation von SuS mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung in der Berliner Schule.

Am 20.7.2016 endete die Arbeit des Fachbeirates Inklusive Schule in Berlin. Mit der Einrichtung des zweiten Fachbeirates unter der Moderation von Frau Volkholz ist der Senatsverwaltung eine hohe Beteiligungskultur mit Fachverbänden, der GEW sowie den Betroffenenverbänden gelungen. Aktuell werden die Grundsteine für die Ausgestaltung der inklusiven Bildung sowie der Schulen mit sonderpädagogischem Förderbedarf für die nächsten Jahrzehnte gelegt. Im Fachbeirat wird der vds durch Ulrike Becker als Landesvorsitzende vertreten. Im Jahr 2016 fanden noch drei Sitzungen statt. Im Fachbeirat wurde schwerpunktmäßig vorallem an den Themen inklusive Schwerpunktschulen, SIBUZ, Fortbildung, Schulassistenz, Personalressourcen sowie an den abschließenden Empfehlungen gearbeitet. Es wurde den vds Mitgliedern angeboten die Beiträge des vds im Fachbeirat gemeinsam mit interessierten Mitgliedern in regelmäßigen Arbeitstreffen vorzubereiten und zu reflektieren. Der Landesverband Berlin war weiterhin in der Facharbeitsgruppe „Umgang mit verhaltensauffälligen und psychisch belasteten Schülerinnen und Schülern“ vertreten.

In den Sommermonaten hat sich der Berliner vds Vorstand mit einer Satzungsänderung beschäftigt, die wir in der Hauptversammlung am 8.11.2016 mit sechs Anträgen zur Abstimmung bringen wollen. Der Anlass für die Satzungsänderung stellt die Reaktion von Mitgliedern und kritischen Freunden des vds auf einen am 16.4. 2016 erschienen Artikel in der Taz mit dem Titel „Behinderte Aufklärung“ dar, wozu wir mit einem Schreiben vom 8.5.2016 Stellung genommen haben:

Da wir uns als Landesverband Berlin des Verbandes Sonderpädagogik mit der Geschichte der Sonderpädagogik und der aktuellen politischen Situation in Deutschland und Europa regelmäßig auseinandersetzen, wollen wir auf die aktuelle Zunahme politisch rechter und rechtsextremer Strömungen in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern mit einer Satzungsänderung reagieren, denn Mitgliedschaft und Engagement in unserem Landesverband sind unvereinbar mit der Mitgliedschaft oder Mitarbeit in rechtsextremen Parteien und Organisationen, die sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung und somit gegen Grundwerte des Verbandes Sonderpädagogik stellen“.

In Berlin und Brandenburg schreitet die Implementierung des neuen Rahmenlehrplanes voran. Leider konnte auf die kritischen Einwände für SuS mit dem Schwerpunkt Lernen nur sehr eingeschränkt eingegangen werden, um die bundesweite Vergleichbarkeit der Abschlüsse sichern zu können. Inzwischen gibt es auch an allen Schulen einen Implementierungskalender. Wir warten geduldig auf die avisierte Handreichung, die durch die Senatsbildungsverwaltung zugesagt wurde.

Im Jahr 2016 konnten wir sehr kompetente Kolleginnen und Kollegen für die Vorstandsarbeit und die Tätigkeit als Landesreferenten im vds gewinnen, die sich bereit erklärt haben, zunächst kommissarisch bis zur nächsten HV ihr Amt als Landesreferentinnen und Landesreferenten zu übernehmen.

Für die Frühjahresveranstaltung 2017 ist der Themenschwerpunkt „Pflege und Medikamente in der Schule“ in Planung. Die Veranstaltung soll sich auf alle Schulformen der Berliner Schule beziehen.

  • Dr. U. Becker                                          1. Landesvorsitzende 
    apl. Prof. Dr. phil. habil., Schulleiterin

  • Thurid Dietmann                             Geschäftsführerin               

 

Jahreshauptversammlung 2015 des vds-Landesverbandes Berlin

1. Geschäftsbericht und Aussprache

Frau Prof. Dr. Becker als Landesvorsitzende des vds Berlin berichtet über die Aktivitäten des vds im vergangenen Jahr (bspw. über die Stellungnahme zum neuen Rahmenlehrplan; Projekt Übergang-Städteaustausch...), über aktuelle Entwicklungen/Diskussionen in Bezug zur UN Behindertenrechtskonvention und der inklusiven Beschulung in Berlin-Fachbeirat Inklusion.

Frau Adling als anwesendes vds Mitglied berichtet über ein Zusammentreffen zwischen Berlin und Brandenburg (Senatsvertretungen) zum neuen Rahmenlehrplan für das Unterrichtsfach Mathematik. Da gerade für Schüler/innen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen" dort die Kompetenzstufen zu hoch angesetzt sind, wurde vereinbart, dass Handreichungen dazu erarbeitet werden sollen. Auf Anfrage des vds an die Senatsverwaltung wurde darauf hingewiesen, dass die Handreichungen demnächst erarbeitet werden sollen.

Des Weiteren wurde von anwesenden Kolleginnen besonders aus dem Bereich „Lernen" über Lehrermangel in Berlin berichtet.

Auch im Bereich der zweiten Ausbildungsphase (Referendariat) fehlen in Berlin z.T. Lehramtsanwärter/innen, da die Ausbildung im sonderpädagogischen Bereich nur in bestimmten Bereichen absolviert werden können.

 

2. Entlastung der Landesvorsitzenden und des Landesvorstandes

Frau Burmeister stellt den Antrag auf Entlastung der Landesvorsitzenden und des Vorstandes. Der Vorstand wurde einstimmig durch die Hauptversammlung entlastet.

3. Kassenbericht und Aussprache (Frau Rohloff)

Frau Rohloff als Schatzmeisterin des Landesverbandes Berlin stellt den Kassenbericht und damit den Jahresabschluss 11/2014 bis 10/2015 vor. (Jahresabschluss wurde per Powerpoint vorgestellt.)

Frau Burmeister hat die Prüfung der Kasse und des Jahresabschlussberichtes vorgenommen. Es gab keine Beanstandungen.

 

4. Entlastung der Schatzmeisterin

Frau Burmeister stellt den Antrag auf Entlastung der Schatzmeisterin des LV Berlin. Frau Rohloff wurde einstimmig durch die Hauptversammlung entlastet.

 

5. Antrag zur Änderung des Mitgliedsbeitrages Tarif B (vds Berlin)

Der Vorstand des LV Berlin e.V. stellt nach Beschluss vom 19.9.2015 an die Landeshauptversammlung folgenden Antrag 1:

„Der Tarif B für den Mitgliedsbeitrag wird zum 1.7.2016 auf 45 Euro geändert und gilt für folgende Personen:

-Mitglieder in Mutterschutz und/oder Elternzeit

-Pensionäre und Rentnerinnen

-Ehegatten/Partner in Lebensgemeinschaften (1.Partner Vollzahler)

-pädagogische und Therapeutische Fachkräfte

Für neu aufzunehmende Mitglieder gilt der Beitrag ab gestelltem Eintrittsdatum."

Zustimmung : 14

Enthaltungen: 2

Neinstimmen: keine

Der Antrag wurde angenommen.

 

6. Situation an Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung"

Frau Burmeister berichtet von einer derzeitigen Überfrequentierung an Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung". Des Weiteren scheinen die Räumlichkeiten momentan an den entsprechenden Schulen nicht auszureichen. Ebenso wird auf der HV über eine sich sehr verändernde Schülerschaft (Kombinationen des Förderschwerpunktes „Geistige Entwicklung" mit Autismus; Kinder mit Schwerstmehrfachbehinderung und auch mit psychischen Störungen) gesprochen. Daraus ergibt sich, dass der vorhandene Personalschlüssel nicht mehr ausreicht, um allen Belangen dieser Schülerschaft komplett gerecht zu werden. Schulsozialarbeit kann an Schulen mit diesem Förderschwerpunkt momentan nur über das Bonusprogramm realisiert werden und ist doch für viele Schulen dringend notwendig.

Was ist mit den Schulen, die nicht am Bonusprogramm teilnehmen können?

Was ist mit notwendiger medizinischer Versorgung an diesen Schulen?

Gibt es Möglichkeiten, diese medizinische Hilfeleistungen zu erhalten?

Frau Burmeister stellt den Antrag 2, dass die Mitglieder der Hauptversammlung den Vorstand beauftragen, sich zu den oben dargestellten Punkten mit der Senatsverwaltung in Verbindung zu setzen und für angemessene Ausstattung zu plädieren.

Zustimmung : 15

Enthaltungen: 3

Neinstimmen: keine

Des Weiteren fand zum Thema „Geistige Entwicklung" noch ein Informationsaustausch über den Rahmen-lehrplan für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung" und deren Umsetzungsmöglichkeiten (Erfahrungen aus den letzten beiden Schuljahren) statt.

Was ist mit der Beschulung der Schüler/innen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung" an anderen Schulen als am Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung"?

Wie ist da der notwendige Unterstützungsbedarf?

Es wurde gemeinsam überlegt, ob es eine Frühjahrsveranstaltung zum Thema „Geistige Entwicklung" geben sollte, die durch den vds organisiert werden soll

(Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung").

 

7. Inklusive Schule in Berlin- Fachbeirat (Frau Prof. Dr. Becker)

Frau Prof. Dr. Becker informiert die Mitgliederversammlung über gerade aktuelle Themen im Fachbeirat „Inklusion" und bietet vor den kommenden Fachbeiratssitzungen eine Diskussionsrunde/Beratungsrunde durch den vds an, um Informationen auszutauschen und wichtige Anliegen bezüglich der inklusiven Beschulung für Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und allgemeinem Unterstützungsbedarf zu besprechen.

 

8. Informationen zur Bundes-HV vom 19. - 21.11.2015 in Berlin

Frau Dietmann berichtet der Hauptversammlung des LV Berlin von der Vorbereitung und den Innhalten der Bundeshauptversammlung vom 19. - 21.11.2015 in Berlin.

 

9. Mitteilungen und Verschiedenes

Aktuelle Situation:

Unter den Flüchtlingskindern sind viele Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. Behinderungen, wo Feststellungsverfahren beantragt werden müssten, um notwendigen Hilfebedarf zu bekommen. Es ergeben sich viele Schwierigkeiten, die im bürokratischem/organisatorischem Aufwand bestehen, um entsprechend handeln zu können.

Die Frage der Finanzierung von Dolmetscherdiensten ist nicht klar geklärt.

Ressourcen müssten aufgetan werden, um Dol-
metscherdienste, Beratungen etc. gut handhaben zu können. Auch dies ist ein Thema, mit dem sich der vds auseinandersetzen sollte.

für das Protokoll

      Claudia Schoeps


bestätigt

Prof. Dr. Ulrike Becker

  1. Landesvorsitzende vds Berlin


   
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  besteht seit 1898 und hat mehr als 10.000 Mitglieder. Die  
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